Yoga ist heute in ganz Europa verbreitet. Ob im Studio, online oder zu Hause – viele Menschen verbinden Yoga mit Bewegung, Entspannung und einem besseren Körpergefühl. Doch nur wenige wissen, wie Yoga ursprünglich entstanden ist und wie es seinen Weg von Indien nach Europa gefunden hat.

Die Geschichte des Yoga reicht mehrere tausend Jahre zurück und zeigt, wie sich eine spirituelle Praxis im Laufe der Zeit zu einem modernen Lebensstil entwickelt hat.

Die Ursprünge des Yoga in Indien

Die Wurzeln des Yoga liegen im alten Indien. Erste Hinweise finden sich in den Veden (älteste bekannte religiöse Texte Indiens), die bereits vor über 2.500 Jahren entstanden sind. Damals ging es nicht um Fitness oder Dehnung, sondern um grundlegende Fragen des Lebens: Wer bin ich? Wie kann ich inneren Frieden finden?

Eine zentrale Grundlage bildet das Werk Yoga Sutras des Patanjali. Die Yoga Sutras werden traditionell Patanjali zugeschrieben – über die historische Person selbst ist jedoch nur wenig gesichert. Er beschreibt darin Yoga als einen Weg aus verschiedenen Stufen – von ethischem Verhalten über Atemübungen bis hin zur Meditation.

Körperhaltungen, die heute oft im Mittelpunkt stehen, spielten damals nur eine Nebenrolle. Das eigentliche Ziel war die innere Klarheit und geistige Freiheit.

Wie kam Yoga nach Europa?

Yoga gelangte nicht auf einmal nach Europa, sondern entwickelte sich durch einen längeren kulturellen Austausch. Im 19. Jahrhundert, während der Kolonialzeit, begannen europäische Gelehrte, sich intensiver mit indischer Philosophie zu beschäftigen. Texte wurden übersetzt und verbreitet.

Eine wichtige Rolle spielte dabei Swami Vivekananda. Er stellte Yoga im Westen erstmals als eine universelle Lebensphilosophie vor, die unabhängig von Religion verstanden werden kann. Interessant ist, dass körperliche Übungen dabei kaum eine Rolle spielten.

Die Entwicklung des modernen Yoga

Der Yoga, den wir heute kennen, entstand größtenteils erst im 20. Jahrhundert. Lehrer wie Tirumalai Krishnamacharya sowie seine Schüler B. K. S. Iyengar und Pattabhi Jois entwickelten neue Formen des Yoga, bei denen Bewegung und Körperübungen deutlich wichtiger wurden.

Dabei flossen auch westliche Einflüsse ein, zum Beispiel aus der Gymnastik und dem modernen Körpertraining. Der heutige Yoga ist daher eine Mischung aus traditioneller indischer Philosophie und moderner Bewegungskultur.

Yoga heute – zwischen Tradition und Lifestyle

Heute wird Yoga in Europa oft als Methode zur Entspannung, Stressreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit genutzt. Für viele Menschen ist es ein wichtiger Ausgleich zum Alltag.

Gleichzeitig hat sich die Bedeutung von Yoga verändert. Während es ursprünglich um spirituelle Entwicklung ging, steht heute häufig der körperliche Aspekt im Vordergrund.

Beides muss sich jedoch nicht widersprechen: Yoga kann sowohl eine körperliche Praxis als auch ein Weg zu mehr innerer Ruhe sein.

Warum sich Yoga ständig weiterentwickelt

Yoga hat eine lange Reise hinter sich – von seinen Ursprüngen in Indien bis zu seiner weltweiten Verbreitung heute. Auf diesem Weg wurde es immer wieder neu interpretiert und an unterschiedliche Kulturen angepasst.

Genau das macht Yoga so besonders: Es ist keine starre Methode, sondern eine lebendige Praxis, die sich bis heute weiterentwickelt.

Wenn du Yoga nicht nur verstehen, sondern auch selbst erleben möchtest, findest du bei Yogajuma Inspiration und Möglichkeiten, deine eigene Praxis zu vertiefen.

Quellen: „Yoga Sutra des Patanjali“ und „Das große Yoga-Buch“ von Anna Trökes

Yoga ist mehr als körperliche Praxis

Viele Menschen kommen zum Yoga, um beweglicher zu werden, Stress abzubauen oder ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Und ja – all das kann Yoga leisten. Doch mit der Zeit zeigt sich oft, dass die Wirkung weit darüber hinausgeht. Yoga kann ein Raum werden, in dem wir beginnen, uns selbst wieder bewusster wahrzunehmen.

Mehr Wahrnehmung im Alltag

Durch die Verbindung von Atem und Bewegung entsteht nach und nach ein feineres Gespür für den eigenen Körper. Spannungen werden deutlicher spürbar, aber auch Bedürfnisse, Grenzen und innere Reaktionen. Was zunächst auf der Matte beginnt, setzt sich häufig im Alltag fort: Wir reagieren achtsamer, hören genauer hin und nehmen früher wahr, wenn etwas für uns nicht stimmig ist.

Innere Klarheit entwickeln

Mit der Zeit kann sich daraus mehr Klarheit entwickeln. Dinge, die lange „irgendwie funktioniert“ haben, werden hinterfragt. Entscheidungen, die früher schwerfielen, fühlen sich auf einmal greifbarer an. Nicht, weil Yoga Antworten vorgibt – sondern weil es uns unterstützt, unsere eigenen Antworten besser wahrzunehmen.

Die Rolle der individuellen Praxis

Gerade in einer achtsam aufgebauten Yogapraxis, wie sie auf die Lehren von Tirumalai Krishnamacharya zurückgeht, steht nicht die äußere Form im Vordergrund, sondern der Mensch selbst. Die Praxis wird individuell angepasst und lädt dazu ein, sich selbst ehrlich zu begegnen – ohne Druck, ohne Vergleich.

Einfluss auf das Nervensystem

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wirkung auf das Nervensystem. Durch bewusste Atmung und ruhige Bewegungsabläufe kann sich ein Zustand innerer Stabilität entwickeln. In diesem Zustand fällt es oft leichter, mit Herausforderungen umzugehen und Veränderungen zuzulassen. Entscheidungen entstehen dann weniger aus Stress oder Angst, sondern aus einer ruhigeren, klareren inneren Haltung.

Veränderung geschieht von innen heraus

Yoga verändert also nicht direkt unser Leben – aber es kann die Grundlage dafür schaffen, dass wir es bewusster gestalten. Manchmal zeigt sich das in kleinen Dingen: Mehr Pausen im Alltag, einem achtsameren Umgang mit sich selbst. Manchmal führt es auch zu größeren Veränderungen – etwa dem Wunsch, Gewohnheiten zu überdenken oder neue Wege einzuschlagen.

Yoga als Weg

All das geschieht nicht plötzlich, sondern wächst mit der Zeit. Yoga ist in diesem Sinne weniger ein Ziel als ein Prozess – ein Weg, der uns dabei unterstützen kann, mehr in Einklang mit uns selbst zu leben.

Oft werde ich gefragt, ob ich meine Stunden nicht auch online anbieten möchte. Für mich liegt die Kraft des Yoga in Präsenz in der kleinen Gemeinschaft im gemeinsamen Raum. Nur dort ist die Energie spürbar.

Yoga in der Tradition des Viniyoga

Ich unterrichte in der Tradition von T. K. V. Desikachar. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt – nicht die äußere Form. Yoga in Präsenz unterrichten bedeutet für mich, den Menschen wirklich wahrzunehmen: Wie ist der Atem? Wie betritt jemand den Raum? Wie ist die Mimik? T. K. V. Desikachar Wikipedia

Raum für Sicherheit und Achtsamkeit

Mir ist wichtig, dass sich jede*r sicher fühlen darf. Bewegungen sind Vorschläge, Pausen selbstverständlich, und der Atem darf führen. In Präsenz kann ich sanft feine Anpassungen anbieten – und bei Bedarf um Erlaubnis für Berührungen fragen. So spüre ich, was stimmig ist und was vielleicht zu viel wird.

Beziehung und Gemeinschaft

Yoga in Präsenz unterrichten bedeutet Beziehung – zu sich selbst und zum Gegenüber. Es sind nicht nur Übungen, sondern mehr. In einer kleinen Gruppe entsteht Vertrauen. Man darf ankommen, ohne Erklärungen. Im Raum, auf der Matte, entsteht manchmal einfach ein stilles, gemeinsames Atmen, das trägt.

Begegnung ohne Anspruch

Ich freue mich über jede Begegnung im Raum – ruhig, ohne Anspruch, nur so, wie es gerade möglich ist. Genau diese Nähe und Gemeinschaft macht für mich Yoga in Präsenz aus.

Ich wünsche allen einen guten Übergang ins neue Jahr 2023 und für das neue Jahr ganz viel Gesundheit, Glück und Erfolg. Möge uns insbesondere der Frieden erhalten bleiben.

Lasst uns gehen mit frischem Mute in das neue Jahr hinein!
Alt soll unsre Lieb und Treue, neu soll unsre Hoffnung sein.

(Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Viele liebe Grüße Jutta

Jahresrückblick und Neujahrswünsche

Zum Jahreswechsel 2019 / 2020 ahnten nur Wenige, was die Zukunft Schlimmes bringt.
Erst Karneval wurde den meisten klar, dass ein Virus uns zu Einschränkungen zwingt.
AHA-Regeln wurden eingeführt
und entsprechend aufgeklärt.
Abstand halten, Hygiene einhalten, Alltagsmaske tragen.
Einkaufen ohne Maske sollte keiner wagen.
Im Sommer zog es sich dann etwas zurück
und Normalität kehrte wieder in den Alltag Stück für Stück.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß
im Herbst erneut schlechte News.
Corona war wieder heftig da
und uns allen wurde schlagartig klar.
Wieder musste Einsicht walten
und wir sollten uns entsprechend verhalten.
Dem Lockdown light folgte ein harter.
Ja so mancher dachte, was soll das Theater.
Lieber gleich alles dicht
und so rasche Besserung in Sicht.
Im Dezember endlich ein Impfstoff greifbar nah.
Es grenzt an ein Wunder für wahr.
Nun kann das Impfen starten,
aber Viele müssen noch warten.
Diese Pandemie verlangte und verlangt viel von uns
und dabei nicht mutlos werden, das ist die Kunst.
Vielleicht haben wir Gesundheit, Familie, Kultur, das Zuhause, die Natur, Zeit, Ruhe, Stille mehr schätzen gelernt,
dann hat die Pandemie auch Gutes bewirkt.
Lasst uns hoffnungsvoll ins Neue Jahr rüber gehen
auf dass wir diese Krise bald überstehen.
Dann steht uns wieder vieles offen wie Kultur pur
und wir sind dem Vergnügen auf der Spur.
Gemütlich im Restaurant gutes Essen genießen,
mit Freunden feiern und die Freiheit begießen.
Kino, Theater und Konzerte besuchen.
Nach Oma und Opa auf ein Stück Kuchen.
Urlaub innerhalb Deutschlands, oder auch in anderen Ländern machen
und noch viele, andere, schöne Sachen.
Für das Neue Jahr 2021 wünsche ich nicht nur viele, schöne Feste,
sondern nur das Allerbeste.
Vor allem viel Gesundheit, Glück und Erfolg.
Letzteres genauso viel wie von jedem Einzelnen auch gewollt.

Herzlichst Jutta

 

Dieses Jahr sieht das Weihnachtsfest anders aus,
denn der Appell lautet: „Bleibt bitte Zuhaus.“
Ist das nun wirklich so schlimm?
Führt uns das nicht auch mehr zur Besinnlichkeit hin?
Geschenke, die gibt es auch in diesem Jahr
eher in ganz anderer Form, das ist schon wahr.
Lasst uns neben Liebe, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Achtsamkeit und Einsicht verschenken
uns gedanklich umarmen und dabei aneinander denken.
Lasst uns die Ruhe und Stille genießen
und genauso das diesjährige Weihnachtsfest beschließen.

Ich wünsche allen ein Frohes Fest
Jutta

 

 

 

 

Definition Yoga übertragen auf den Unterricht

Mein letzter Beitrag hieß „Definition Yoga“, aber wie lässt sich das auf den Yoga-Unterricht übertragen, bedeutet für die meisten Menschen Yoga doch eher eine sportliche Betätigung. Yoga ist aber so viel mehr. Yoga ist ein großer Schatz, den wir für uns – richtig angewandt – nutzen können. Gerade heutzutage, wo Stress allgegenwärtig ist. Wie im vorausgegangenen Blog erwähnt entstammt „Yoga“ der Sanskrit-Wurzel „Yuj“, was Zusammenbinden, Verbinden, Einheit bedeutet. Damit ist gemeint, Körper und Geist sollen eine Einheit bilden und die Sinne zurückgenommen werden. Das ist oft nicht der Fall, weil unser Geist uns ständig voraus ist. Hier ein Beispiel aus dem Alltag: Werden wir morgens wach sind wir mit dem Geist nicht beim Wach werden, sondern gedanklich schon im Bad. Sind wir im Bad sind wir nicht geistig bei dem was wir dort gerade tun, sondern in Gedanken längst – womöglich auch durch Kaffeeduft – schon beim Frühstück usw. Ist unser Geist im Hier und Jetzt können Körper und Geist zu einer Einheit werden. Wie können wir aber eine derartige Sammlung und Klarheit des Geistes erreichen? Durch Abhyāsa, was beharrliches Üben bedeutet und Vairāgya, was für Gleichmut steht. Über die Yoga-Haltungen, in die wir im Einklang mit dem Atem gelangen und wieder heraus, lernen wir unseren Geist zu fokussieren. Unser Geist ist damit beschäftigt die Übung im Einklang mit dem Atem zu meistern. Zunächst erfolgen die Übungen dynamisch, um erst einmal ein Gefühl dafür zu bekommen. Schaffen wir es durch beharrliches Üben als Fortgeschrittene dann statisch in den Haltungen einige ruhige Atemzüge zu verweilen üben wir uns darin, den Körper zu „vergessen“. Es gelingt uns dann ganz mühelos in einer Haltung zu verweilen, die unserem Körper und unserem Geist gut tut, weil beide zusammenarbeiten. Wichtig ist auch die innere Haltung. Man sollte mit Hingabe üben. Solch ein Üben regelmäßig und mit Achtsamkeit auf den Körper ist Abhyāsa, beharrliches Üben. Das Üben sollte ohne Ablenkung und ohne eine Erwartungshaltung erfolgen. Es sollten die eigenen Grenzen akzeptiert werden. Geschehen lassen ist die Zauberformel. Nichts wollen. Keine Vorstellung. Das ist Vairāgya, Gleichmut.

Definition Yoga

15.11.2020

Was bedeutet das Sanskrit-Wort ”Yoga” und wie wird es in zentralen Yoga-Texten
definiert.

Yoga entstammt der Sanskrit-Wurzel ”Yuj”, was Anschirren, anjochen, Zusammbinden, Verbinden, Vereinigung, Einheit bedeutet. ”Yoga” steht für den Zustand der Einheit zum einen und zum anderen für den Weg dahin. Mit ”Zustand des Yoga” ist Samādhi (vollkommene Erkenntnis durch innere Verbundenheit mit dem Thema), oder Kaivalya (innere Freiheit) gemeint. Den Yoga-Zustand zeichnen zwei Besonderheiten aus: Innerlich: Stille, kein Ego, Gedanken und Gefühle vereinen sich mit dem wahren Selbst. Sichtbarkeit des unsterblichen Wesenskerns ist durch diese Einheit möglich, weil der unsterbliche Wesenskern in sich selbst ruht (svarupe). Unruhige Gedanken- und Gefühlsbewegungen überdecken ihn nicht mehr. Äußerlich: Keine Ablenkung der Wahrnehmung mehr durch Gedanken und Gefühle. Der Geist ist gesammelt und klar und daher ist die Erkenntnisfähigkeit des wahren Selbst möglich. Daraus folgt Unterscheidungsfähigkeit und richtige Erkenntnis. Eine reale Wahrnehmung v. Objekten wird möglich. Es gibt keine Beeinflussung durch Vorstellungen oder Erwartungen. Was muss ich nun auf lange Sicht tun? Den Geist zur Ruhe bringen. Wie kann ich auf Citta, den Geist, einwirken? Antwort: Abhyāsa (beharrliches Üben) fortdauernd mit entsprechend innerer Haltung und Rücksichtnahme, still auf ein Thema gerichtet und Vairāgya (Gleichmut) ohne Ablenkung, den eigenen Grenzen und unerwarteten Geschehnissen gegenüber. Daraus entsteht eine dynamische Stille von Citta (das meinende Selbst). Durch Übungen bei einem gewählten Thema bleiben ist Abhyāsa. Wenn wir durch Abhyāsa auf ein Ziel fokussiert sind und so der Geist zur Ruhe kommt, können wir die neun Hindernisse (Antarāyas) – Krankheit, Trägheit, Zweifel, Hast, Faulheit, Abgelenktheit, Fehleinschätzung, Fehlende Zielstrebigkeit, Unbeständigkeit – bekämpfen. Durch Abhyāsa, beharrliches Üben, können wir letztendlich zu Samādhi (Versenkung, Sammlung) gelangen.

Herbst Achtsamkeit Entspannung

Stelle dir vor, Du hast eine Decke auf einer Moosfläche im Wald ausgebreitet und dich in der Rückenlage bequem eingerichtet. Die Beine sind entweder beckenbreit vor das Gesäß aufgestellt, oder lang am Boden ausgestreckt. Bei letzter Position achte darauf, dass die Beine so weit auseinander liegen, dass die Füße bequem nach außen loslassen können. Die Arme liegen soweit vom Körper weg, das die Achselhöhlen frei sind und das Kinn ist etwas zur Halsgrube geneigt. Nimm deinen Körper so zunächst in der entspannten Lage ganz bewusst wahr. – Betrachte deinen Atem und registriere wie ist er vor Beginn dieser Fantasiereise. – Ist er lang und fein? Genieße die Entspannung und lass Achtsamkeit walten. Störende Gedanken lass wie Wolken am Himmel vorüberziehen.

Reise nun ins Land deiner Fantasie und stelle dir vor es ist Herbsterwachen. Du liegst auf deiner Decke und auf weichem Moos. Mit der nächsten Ausatmung sinkst Du ein wenig tiefer in das weiche Moos ein. Mit der Einatmung nimmst Du den Geruch des Waldes wahr. Riecht er erdig – holzig, oder harzig? – Die Bäume tragen bunte Blätter. Die Farben des Herbstes. Es herrscht ein leichter Wind, der sanft durch die Baumkronen weht. Du nimmst das leise Rascheln des Blattwerks wahr und schaust durch die bunten Baumkronen.

Du schließt die Augen, um die einzelnen Sonnenstrahlen, die durch die bunten Blätter auf dein Gesicht treffen wahr zu nehmen. Genieße die Wärme dieser Strahlen auf deiner Haut. – Mit der Einatmung stelle dir vor, dass du die Wärme in deinem Körper rein lässt und Energie aufnimmst. Mit der Ausatmung schicke die aufgenommene Wärme zu deinen Händen und stelle dir vor du gibst sie hier wieder nach außen ab. Mit der nächsten Einatmung nimm wieder die Wärme bewusst in deinem Körper auf und damit Energie. Schicke die aufgenommene Wärme zu deinen Füßen und stelle dir vor du gibst sie hier wieder nach außen ab.

Gehe nun mit deiner Achtsamkeit zu den Geräuschen des Waldes. – Kannst Du vielleicht sogar das sachte Flattern von Schmetterlingsflügeln hören? – Das Zirpen von Grillen? – Das Trommeln eines Spechtes? – Das Zwitschern der Vögel und dazu das Rauschen der Blätter durch den sanften Wind? – Vielleicht befindet sich in der Nähe des Waldes ein Bach und du kannst das Plätschern des Wassers hören. – Male jetzt ein Gesamtbild deines Besuches hier im Wald und lass dich beflügeln von den bereits gewonnenen Eindrücken. – Nimm dir Zeit.

Verabschiede dich nun von deinem Wald – dem Bach – den Vögeln – dem Specht – den Grillen – Schmetterlingen – den Bäumen mit den bunten Blättern und komme in Hier und Jetzt zurück. Nimm deinen Körper ganz bewusst wahr. – Du bist entspannt. Entspannung pur und kein Empfinden mehr von Stress. Lass langsam wieder Bewegung in dir aufkommen. Zunächst in den Zehen und Fingern. Lass Hand- und Fußgelenke kreisen und wenn dir danach ist führe mit der nächsten Einatmung die Arme über vorne und oben hinter dem Kopf zum Boden. Recke und strecke dich und wenn ein Gähnen kommen möchte, dann lass es zu.

(Jutta Martens)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit

https://de.wikipedia.org/wiki/Entspannung

https://www.primal-state.de/entspannung/

Gute Vorsätze für wahr
nimmt man sich für’s Neue Jahr.
So könnte man gesünder leben,
vielleicht sich auch mal mehr bewegen.
Für manches mehr Verständnis zeigen,
in gewissen Dingen lieber schweigen.
Achtsamer durch’s Leben gehn
und auch mal links und rechts hin sehn.
So wollen wir das Neue Jahr beginnen
möge es uns bis zum Ende gut gelingen.

Jutta Martens

 

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