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Yoga für Anfänger verbessert Beweglichkeit und Wohlbefinden

Yoga für Anfänger beginnt nicht mit Beweglichkeit, sondern mit dem ersten Schritt. Viele Menschen glauben, sie seien zu unbeweglich für Yoga. Tatsächlich hilft Yoga dabei, Beweglichkeit, Kraft und Körperbewusstsein Schritt für Schritt zu entwickeln.

„Ich würde ja gerne Yoga machen, aber dafür bin ich viel zu unbeweglich.“

Diesen Satz höre ich als Yogalehrerin immer wieder. Und genau deshalb möchte ich heute mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen:

Man muss nicht beweglich sein, um mit Yoga zu beginnen. Yoga hilft dabei, beweglicher zu werden.

Es ist ein wenig so, als würde man sagen: „Ich gehe erst dann spazieren, wenn ich fitter bin.“ Der Weg zur Beweglichkeit beginnt nicht nach dem Yoga – sondern mit dem Yoga.

Warum Yoga für Anfänger oft missverstanden wird

Viele Menschen verbinden Yoga mit Bildern von sehr gelenkigen Personen, die scheinbar mühelos schwierige Körperhaltungen einnehmen. Diese Bilder zeigen jedoch nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was Yoga tatsächlich ist.

Yoga ist kein Wettbewerb und keine Gymnastikvorführung. Es geht nicht darum, wie weit man sich nach vorne beugen oder wie hoch man das Bein heben kann. Viel wichtiger ist, wie man sich dabei fühlt und ob die Übungen dem eigenen Körper guttun.

Jeder Mensch bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit:

  • unterschiedliche Körperformen,
  • unterschiedliche Beweglichkeit,
  • unterschiedliche Lebenserfahrungen,
  • unterschiedliche gesundheitliche Voraussetzungen.

Genau deshalb gibt es im Yoga viele Möglichkeiten, Übungen anzupassen.

Was passiert, wenn ich unbeweglich bin?

Zunächst einmal: nichts Schlimmes.

Wenn Du beispielsweise die Zehen nicht erreichen kannst, dann erreichst Du sie eben nicht. Das ist kein Problem und kein Zeichen von Versagen. Yoga beginnt genau dort, wo DU gerade stehst.

Gerade Yoga für Anfänger bietet die Möglichkeit, den eigenen Körper ohne Leistungsdruck kennenzulernen.

Mit regelmäßiger Praxis kannst Du Beweglichkeit, Kraft und Körperwahrnehmung Schritt für Schritt verbessern. Oft berichten Teilnehmende schon nach einigen Wochen, dass sie:

  • besser schlafen und leichter aufstehen können,
  • weniger Verspannungen haben,
  • sich sicherer bewegen,
  • ihren Körper bewusster wahrnehmen.

Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell Fortschritte zu machen. Jeder Körper hat sein eigenes Tempo.

Yoga ist mehr als Dehnen

Viele Menschen glauben, Yoga bestehe hauptsächlich aus Dehnübungen. Tatsächlich umfasst Yoga viel mehr:

Kraft

Viele Übungen stärken Rücken, Beine, Bauch und Schultern.

Gleichgewicht

Balanceübungen fördern Stabilität und Koordination.

Atmung

Bewusstes Atmen kann helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.

Entspannung

Yoga schafft kleine Auszeiten vom Alltag und unterstützt die Regeneration.

Deshalb profitieren auch Menschen vom Yoga, die sich selbst als „unbeweglich“ bezeichnen.

Yoga auf dem Stuhl – eine wertvolle Alternative

Für viele Menschen ist Stuhlyoga ein idealer Einstieg. Besonders Yoga für Anfänger wird dadurch zugänglicher, weil der Stuhl Halt und Sicherheit bietet.

Besonders für Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder Unsicherheiten bietet Stuhlyoga einen sanften Einstieg.

Viele Übungen lassen sich dadurch leichter ausführen, ohne dass ihre positive Wirkung verloren geht.

Stuhlyoga eignet sich zum Beispiel für Menschen,

  • die längere Zeit keinen Sport gemacht haben,
  • die Schwierigkeiten haben, auf den Boden zu kommen,
  • die ihre Beweglichkeit behutsam verbessern möchten,
  • die sich mehr Sicherheit bei Gleichgewichtsübungen wünschen.

Dabei werden Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Atmung genauso gefördert wie in vielen klassischen Yogaübungen. Stuhl-Yoga ist sehr gut möglich in kleinen Gruppen.

Was Du für deine erste Yogastunde mitbringen sollten

Die gute Nachricht: Nicht viel.

Du brauchst keine besondere Kleidung, keine Vorkenntnisse und keine außergewöhnliche Beweglichkeit.

Hilfreich sind lediglich neben Matte und ein möglichst festes Kissen:

  • bequeme Kleidung, ggf. Wollsocken
  • etwas Neugier,
  • die Bereitschaft, auf den eigenen Körper zu hören.

Alles andere entwickelt sich mit der Zeit.

Fazit

Wenn Du glaubst, für Yoga nicht beweglich genug zu sein, dann bist du in bester Gesellschaft. Viele Menschen starten mit genau diesem Gedanken.

Yoga ist nicht für die Beweglichen da. Yoga ist für Menschen da, die sich etwas Gutes tun möchten – unabhängig von Alter, Fitness oder Beweglichkeit.

Der erste Schritt muss nicht perfekt sein. Er muss nur gemacht werden.

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, es einfach einmal auszuprobieren.


Du möchtest Yoga in einer freundlichen und entspannten Atmosphäre kennenlernen? In meinen Kursen sind Anfängerinnen und Anfänger herzlich willkommen. Die Übungen werden individuell angepasst, sodass jede Person entsprechend ihrer Möglichkeiten teilnehmen kann.

Auch der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland weist darauf hin, dass Yoga individuell an die Bedürfnisse der Übenden angepasst werden kann. https://www.yoga.de/

Wer Yoga ausprobieren möchte, findet auf meiner Seite eine Übersicht über die aktuellen Yogakurse. https://www.yogajuma.de/classes/

Herbst Achtsamkeit Entspannung

Stelle dir vor, Du hast eine Decke auf einer Moosfläche im Wald ausgebreitet und dich in der Rückenlage bequem eingerichtet. Die Beine sind entweder beckenbreit vor das Gesäß aufgestellt, oder lang am Boden ausgestreckt. Bei letzter Position achte darauf, dass die Beine so weit auseinander liegen, dass die Füße bequem nach außen loslassen können. Die Arme liegen soweit vom Körper weg, das die Achselhöhlen frei sind und das Kinn ist etwas zur Halsgrube geneigt. Nimm deinen Körper so zunächst in der entspannten Lage ganz bewusst wahr. – Betrachte deinen Atem und registriere wie ist er vor Beginn dieser Fantasiereise. – Ist er lang und fein? Genieße die Entspannung und lass Achtsamkeit walten. Störende Gedanken lass wie Wolken am Himmel vorüberziehen.

Reise nun ins Land deiner Fantasie und stelle dir vor es ist Herbsterwachen. Du liegst auf deiner Decke und auf weichem Moos. Mit der nächsten Ausatmung sinkst Du ein wenig tiefer in das weiche Moos ein. Mit der Einatmung nimmst Du den Geruch des Waldes wahr. Riecht er erdig – holzig, oder harzig? – Die Bäume tragen bunte Blätter. Die Farben des Herbstes. Es herrscht ein leichter Wind, der sanft durch die Baumkronen weht. Du nimmst das leise Rascheln des Blattwerks wahr und schaust durch die bunten Baumkronen.

Du schließt die Augen, um die einzelnen Sonnenstrahlen, die durch die bunten Blätter auf dein Gesicht treffen wahr zu nehmen. Genieße die Wärme dieser Strahlen auf deiner Haut. – Mit der Einatmung stelle dir vor, dass du die Wärme in deinem Körper rein lässt und Energie aufnimmst. Mit der Ausatmung schicke die aufgenommene Wärme zu deinen Händen und stelle dir vor du gibst sie hier wieder nach außen ab. Mit der nächsten Einatmung nimm wieder die Wärme bewusst in deinem Körper auf und damit Energie. Schicke die aufgenommene Wärme zu deinen Füßen und stelle dir vor du gibst sie hier wieder nach außen ab.

Gehe nun mit deiner Achtsamkeit zu den Geräuschen des Waldes. – Kannst Du vielleicht sogar das sachte Flattern von Schmetterlingsflügeln hören? – Das Zirpen von Grillen? – Das Trommeln eines Spechtes? – Das Zwitschern der Vögel und dazu das Rauschen der Blätter durch den sanften Wind? – Vielleicht befindet sich in der Nähe des Waldes ein Bach und du kannst das Plätschern des Wassers hören. – Male jetzt ein Gesamtbild deines Besuches hier im Wald und lass dich beflügeln von den bereits gewonnenen Eindrücken. – Nimm dir Zeit.

Verabschiede dich nun von deinem Wald – dem Bach – den Vögeln – dem Specht – den Grillen – Schmetterlingen – den Bäumen mit den bunten Blättern und komme in Hier und Jetzt zurück. Nimm deinen Körper ganz bewusst wahr. – Du bist entspannt. Entspannung pur und kein Empfinden mehr von Stress. Lass langsam wieder Bewegung in dir aufkommen. Zunächst in den Zehen und Fingern. Lass Hand- und Fußgelenke kreisen und wenn dir danach ist führe mit der nächsten Einatmung die Arme über vorne und oben hinter dem Kopf zum Boden. Recke und strecke dich und wenn ein Gähnen kommen möchte, dann lass es zu.

(Jutta Martens)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit

https://de.wikipedia.org/wiki/Entspannung

https://www.primal-state.de/entspannung/

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